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Projekttag „UrbanLab“

Schülerinnen und Schüler erforschen Stadtklima im HTZ

Wie lässt sich Stadtentwicklung datenbasiert und klimaresilient gestalten? Dieser Frage gingen 18 Schülerinnen und Schüler beim Projekttag „UrbanLab: Mini-Sensorentestfeld & Daten-Dashboard“ im Historischen Technikzentrum (HTZ) der Stadtwerke Halle (Saale) nach und übernahmen dabei selbst die Rolle eines Smart-City-Teams.


Nach einer Einführung durch die Leiterin des HTZ erhielten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen realitätsnahen Auftrag: Mit Hilfe von selbst programmierter Sensorik sollten Umweltbedingungen im Gebäude und im Außenraum erfasst, ausgewertet und in konkrete Handlungsempfehlungen für eine klimaadaptive Stadt übersetzt werden. Damit wurde ein zentraler Ansatz der Smart-City-Strategie praktisch erfahrbar: Die Nutzung von Daten als Grundlage für bessere Entscheidungen im urbanen Raum.


In arbeitsteiligen Breakout-Sessions zu den Bereichen Sensorik, Datenerhebung, Medienproduktion und Präsentation eigneten sich die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung des medienpädagogischen Teams der Passage 13 zunächst grundlegende Kompetenzen an. Anschließend arbeiteten sie in interdisziplinären Teams weiter, um die Missionen des Reallabors eigenständig und datenbasiert zu bearbeiten sowie ihre Ergebnisse zusammenzuführen. Dabei kamen unter anderem CO₂-, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren zum Einsatz.


Die Messungen zeigten deutlich, wie stark Umweltbedingungen variieren können und welche Auswirkungen dies auf Menschen hat: In mehreren Innenräumen wurden sehr hohe CO₂-Werte festgestellt (teils über 4000 ppm), was auf unzureichende Belüftung hinweist und die Aufenthaltsqualität erheblich beeinträchtigen kann. Auf Basis dieser Daten entwickelten die Teams konkrete, praxisnahe Lösungsansätze – von optimierten Lüftungsstrategien über technische Anpassungen bis hin zu veränderten Nutzungskonzepten von Räumen.


Die Ergebnisse präsentierten die Schülerinnen und Schüler abschließend in kurzen Pitches, wobei sie insbesondere die Interpretation von Daten im Kontext datenbasierter Stadtentwicklung erprobten.


Ein weiterer Bestandteil des Projekttages war die eigenständige mediale Begleitung durch die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. In kurzen Videoformaten und Reportagen dokumentierten sie ihre Arbeit und machten das Reallabor aus ihrer Perspektive sichtbar, wobei auch besonders die Peer Kommunikation gestärkt wurde.


In einer abschließenden Reflexion wurde vor allem die selbstständige Arbeitsweise, die praxisnahe Anwendung von Technik sowie die Möglichkeit, sich frei im Raum zu bewegen und eigene Schwerpunkte zu setzen, positiv hervorgehoben. Viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen zeigten Interesse an Tätigkeitsfeldern rund um Sensorik, Datenerhebung und Medienproduktion.


Auch seitens der beteiligten Lehrkräfte und der Leitung des HTZ wurde das Format sehr positiv bewertet. Das UrbanLab verdeutlicht exemplarisch, wie Reallabore als Lernorte funktionieren können: Sie verbinden reale Fragestellungen mit experimentellem Arbeiten und ermöglichen es jungen Menschen, aktiv an Zukunftsthemen wie Smart City und Klimaanpassung mitzuwirken.


Text verfasst von Sabine Conlin

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